Die bekanntesten Küchenkräuter

Was sind Küchenkräuter und welche gibt es?

Nachdem wir euch ja nun in einigen Beiträgen bereits über viele der „klassischen“ Gewürze informiert haben, möchten wir diesmal ein wenig über Küchenkräuter berichten, die selbstverständlich auch zu den Gewürzen gehören. Die bekanntesten Küchenkräuter, oder auch Würzkräuter genannt, sind:

  • Basilikum
  • Majoran
  • Petersilie
  • Sellerieblätter
  • Dillspitzen
  • Kerbel
  • Origanum
  • Rosmarin
  • Bohnenkraut
Küchenkräuter von MAWEA

Was sind Küchenkräuter?

Bei allen Küchenkräutern werden die Blätter zum Würzen verwendet. Die Würzkräuter wachsen alle an Sträuchern und werden zu unterschiedlichen Jahreszeiten geerntet. Es gibt teilweise sehr große Qualitätsunterschiede bei einem Produkt, je nachdem in welchem Land es wächst. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist Majoran. Majoran gehört zur Familie der Lippenblütler. Die Hauptanbauländer für Majoran sind Ägypten und die ehemalige DDR, hier wächst der so genannte „Thüringer Majoran“. Man unterscheidet zwei Pflanzenarten, den Blattmajoran, der in Ägypten angebaut wird, und den Knospenmajoran, auch genannt deutscher Majoran. Majoran ist frostempfindlich und kann deshalb nur in frostfreien Gebieten mehrjährig angebaut werden. Bei uns in Deutschland kann er nur einjährig kultiviert werden.

Jutesack mit getrocknetem Rosmarin

Wie wird zum Beispiel Majoran angebaut?

Die Pflanze wächst dicht am Boden und wird nur sehr selten höher als 50 cm. Hierdurch ist Majoran stark anfällig für Verunreinigungen, wie zum Beispiel Sand und Erde. Nach der schonenden Trocknung, entweder an der Luft oder durch spezielle Trocknungsmaschinen, wird der Majoran gerebelt, das heißt das Blatt wird vom Stengel getrennt und anschließend wird die Ware intensiv gereinigt.

Qualitätsunterschiede

Der aus Deutschland stammende Majoran ist qualitativ sehr viel hochwertiger und wird auch das Geheimnis der Thüringer Wurstspezialitäten genannt, wie beispielsweise Thüringer Brat-, Blut- und Leberwurst. Majoran ist sehr gut für den Magen und macht viele Speisen besser verdaulich. Auch in der Kartoffelsuppe und in Wildgerichten sollte Majoran nicht fehlen.

Abbildung Majoran-Pflanze

Getrocknet oder doch lieber frisch verwenden?

Alle Küchenkräuter gibt es entweder frisch, getrocknet oder gefriergetrocknet zu kaufen. Die meisten Menschen bevorzugen frische oder gefriergetrocknete Ware, sehr beliebt sind auch kleine selbst angelegte Kräutergärten. Trotzdem wird zum Beispiel auch Petersilie und Dill in riesigen Mengen getrocknet, die dann in Fertiggerichten wie Suppen- oder Soßen oder auch Gewürzmischungen zum Einsatz kommen. Pauschal kann man daher leider nicht so einfach so sagen, was nun besser ist, weil es durchaus variiert. Die meisten Kräuter & Gewürze sind in getrockneter Form genauso gesund wie in frischer, wobei bei uns die klassischen Gewürze auch gar nicht frisch zu bekommen sind.

Kräuter gehören in den Mörser!

Grundsätzlich gilt für die getrockneten Kräuter: Am besten kurz vor der Verwendung in einem kleinen Mörser vermahlen oder zerstoßen. Dadurch setzen sich die ätherischen Öle frei und es duftet und schmeckt ganz besonders intensiv. Ganz interessant in diesem Kontext, um auf das Majoran-Beispiel zurückzukommen, ist der Vergleich zwischen „Ägyptischem Majoran“ und dem „Thüringer Majoran“, hier kann man den Qualitätsunterschied tatsächlich direkt schon „riechen“.

Küchenkräuter im Mörser zerkleinern

Veröffentlicht am 19.02.2018

Die bekanntesten Küchenkräuter
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