Geschichte, Rezepte & Heilende Wirkung

Alles zum Thema Salbei!

Salbei stammt aus dem Mittelmeerraum und hat ein kräftiges Aroma. Es gibt insgesamt über 400 Wildarten, in unseren Küchengärten wird aber vorzugsweise nur eine angepflanzt: Salvia officinalis. Bezüglich des Kochens passt er wunderbar zu Fisch, Fleisch, Saucen oder Suppen. Gerade fette Gerichte werden mit Salbei geschmackvoller und auch verträglicher, z.B. Schweinebraten oder Leber, denn seine Bitter- und Gerbstoffe regen den Fettstoffwechsel an.

Salbei

Die Geschichte des Salbeis

Nun aber ein wenig zur Geschichte. Das interessante an Salbei ist, dass seine beeindruckenden, heilenden Wirkungen, die auch schon seit mindestens 1000 Jahren bekannt sind, von diversen Kräuterkundigen und Heilern in verschiedenen Teilen der Erde, teils zu gleichen, teils zu unterschiedlichen Zeiten, auf jeden Fall unabhängig voneinander, niedergeschrieben wurden. Daran erkennt man am deutlichsten, dass etwas dran sein muss an den Wirkungen und es sich nicht nur um irgendeine Weitergabe von Halbwissen oder ähnlichem handelt. Der Name von Salbei deutet schon auf seine positiven Wirkungen hin, denn das lateinische Wort salvare heißt übersetzt „gesund werden“ bzw. „heilen“.

Karl der Große z.B. ordnete an, Salbei in allen Klostergärten anzubauen. In der britischen Teekultur stand Salbei schon und vor allem im 16. Jh. im Mittelpunkt. Und sogar ein 400 Seiten starkes Buch über den Gebrauch von Salbei wurde rund um diese Zeit verfasst, heute sicherlich kaum vorstellbar.

Hildegard von Bingen schätzte Salbei als vielfältig einsetzbares Heilmittel, z. B. bei Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Mundgeruch oder gegen schlechte Körpersäfte, womit wohl mehr oder weniger der Zustand des Blutes und der Lymphe gemeint war.

Aber auch schon in noch früherer Zeit kam Salbei zum Einsatz: die Druiden wollten mit Salbei Tote zum Leben erwecken, Ägypter setzten es gegen Unfruchtbarkeit ein Salbei und Indianer nutzten das Heilkraut zum Räuchern, wenn besondere Orte gereinigt und geweiht werden sollten. Die Frische des Salbeis soll sich auch auf unseren Geist auswirken und ihn wach und lebendig machen.

Abbildung - Blatt der Salbeipflanze

Heutige Verwendung von Salbei

Zurück in die heutige Zeit ist auf jeden Fall festzuhalten, dass Salbei eine echte Wunderpflanze ist. Mit über 60 Inhaltsstoffen vereint er allein die heilenden Wirkungen von Rosmarin, Eukalyptus, Teebaumöl, Wermut und Thuja.

Die ätherischen Öle des Salbeis bekämpfen Bakterien, Viren und Pilze, weshalb er sich hervorragend zum Gurgeln und als Tee bei Erkältungskrankheiten eignet.

In der Volksmedizin ist Salbei schon seit Jahren jeher für seine antiseptische und adstringierende Wirkung bekannt (antibakterieller Nutzen, etwas zusammenziehend, um Entzündungen etc. entgegen zu wirken).

Salbei hat einen überaus positiven Einfluss auf die weiblichen Geschlechtsorgane, ist eines der Kräuter, die das Hormon Östrogen imitieren, weshalb er bei Beschwerden in den Wechseljahren, die mit Hitzewallungen einhergehen, positive Wirkungen zeigt.

Generell sei in diesem Zusammenhang erwähnt, dass Salbei gegen starkes Schwitzen und zur unterstützenden Senkung von Fieber gut behilflich sein kann. Er ist gut für gesunde Zähne und bei Insektenstichen helfen aufgekochte Salbeiblätter gegen Schmerzen und Schwellungen. Fast zu guter Letzt noch ein Beispiel, wann man nicht Salbei nehmen sollte: und zwar, wenn sie in der Stillzeit sind, oder sie nehmen ihn, wenn sie Abstillen wollen bzw. müssen, denn Salbei kann die Milchbildung verhindern.

Vorsichtig sollte man bei zu großer Hitzezufuhr sein, denn dann kann Salbei leicht bitter werden.

Abbildung - Blüten der Salbeipflanze

Salbei Rezeptvorschlag (vegetarisch)

Salbei kurz abspülen, Wasser abschütteln und anschließend die Blätter mit Mehl bestäuben. Danach in Olivenöl goldbraun frittieren und mit ein wenig Salz würzen. Zu einem Glas Prosecco ein toller original italienischer Snack.

Italienischer Snack - Frittierte Salbei-Blätter

Salbei-Fußbad:

Ein Salbei-Fußbad beugt Grippe und Erkältungskrankheiten vor und stärkt die Abwehr. 2 Liter heißes Wasser über eine Handvoll Salbeiblätter in eine große Schüssel geben und je 3 Tropfen Salbei- und Rosmarinöl zufügen.

Salbei Fußbad gegen Grippe und Erkältungen

Salbei-Gurgelwasser:

Als Gurgelwasser ist Salbei geeignet bei Hals- und Zahnfleischentzündungen. Bei Mundschleimhaut- und Halsentzündungen empfiehlt es sich, mehrmals täglich mit folgender Abkochung zu spülen. 1 Hand voll Salbeiblätter in 1 Liter Wasser geben und 10 Minuten lang bei geringer Hitze kochen lassen.

Salbei-Gurgelwasser selbst herstellen

Veröffentlicht am 13.12.2017

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